
Digital Mental Health
& Coaching
Förderung eines bewussten und gesunden Umgangs mit digitalen Medien & Suchtberatung
Wege aus der medialen Sucht
Digitale Medien prägen den Alltag moderner Gesellschaften in bislang unbekanntem Ausmaß. Smartphones, soziale Netzwerke und Streamingdienste bieten einerseits enorme Chancen für Bildung, Kommunikation und Freizeitgestaltung, andererseits steigt die Zahl der Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihren Medienkonsum zu kontrollieren. In den letzten Jahren wurde zunehmend auf die psychischen und sozialen Folgen einer exzessiven Mediennutzung hingewiesen (Kuss & Griffiths, 2017).
Definition und Erscheinungsformen
Unter Mediensucht werden Verhaltensweisen verstanden, die durch einen Kontrollverlust, Toleranzsteigerung und die Fortsetzung des Konsums trotz negativer Konsequenzen gekennzeichnet sind. Sie zählt zu den sogenannten Verhaltenssüchten. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2019) ist bisher lediglich die Computerspielsucht (Gaming Disorder) offiziell als Diagnose anerkannt. Dennoch weisen auch andere Formen, etwa die übermäßige Nutzung von sozialen Medien, Ähnlichkeiten in den Symptomen auf (Andreassen, 2015).
Ursachen und Risikofaktoren
Die Entstehung problematischer Mediennutzung ist multifaktoriell bedingt. Neurobiologische Studien zeigen, dass digitale Medien ähnliche Belohnungsmechanismen aktivieren wie substanzgebundene Süchte (Brand et al., 2019). Soziale Isolation, mangelnde Selbstwirksamkeitserfahrungen und psychische Vorbelastungen insbesondere Depression und ADHS – erhöhen das Risiko (Rumpf et al., 2020). Jugendliche gelten als besonders gefährdet, da ihre präfrontalen Steuerungsmechanismen noch nicht vollständig entwickelt sind (Christakis, 2019).
Folgen exzessiver Mediennutzung
Exzessiver Medienkonsum kann zu physischen und psychischen Belastungen führen. Körperlich treten häufig Bewegungsmangel, Nacken- und Rückenschmerzen sowie Schlafstörungen auf. Psychologisch zeigen sich verringerte Konzentrationsfähigkeit, erhöhte Reizbarkeit und emotionale Instabilität (Leménager et al., 2021). Soziale Beziehungen können unter Vernachlässigung realer Kontakte leiden.
Prävention und Intervention
Präventive Maßnahmen zielen auf Aufklärung, Förderung von Medienkompetenz und Stärkung der Selbstregulation. Therapeutische Ansätze kombinieren verhaltenstherapeutische Methoden mit Achtsamkeitstrainings und sozialer Reintegration. Frühzeitige Beratung kann helfen, den Übergang von riskantem Konsum zur Abhängigkeit zu verhindern (Wartberg & Thomasius, 2020).
Digital Detox – Wege zur Wiederherstellung von Balance und Selbstwirksamkeit
Digitale Entzugsprogramme, sogenannte Digital-Detox-Angebote, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Diese Programme ermöglichen eine temporäre Trennung von digitalen Medien, um Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Selbststeuerung zu fördern. Studien zeigen, dass kontrollierte Offline-Phasen die wahrgenommene Lebenszufriedenheit und Resilienz steigern (van Velthoven et al., 2021). Erlebnisorientierte Interventionen – etwa Segelreisen, Walderlebniscamps oder Retreats ohne Zugang zu digitalen Geräten fördern soziale Interaktion, Naturverbundenheit und die Wiederentdeckung analoger Kompetenzen. Solche Angebote können helfen, Selbstwirksamkeit zu stärken und psychische Erholung zu ermöglichen (Reinecke & Hofmann, 2016).
Fazit
Die zunehmende Digitalisierung erfordert neue Strategien zum Erhalt psychischer Gesundheit. Eine bewusste, regulierte Mediennutzung, kombiniert mit gezielten Auszeiten von digitalen Geräten, kann helfen, Abhängigkeiten vorzubeugen und die individuelle Selbstbestimmung zu fördern. Zukünftige Forschung sollte die langfristige Wirksamkeit von Digital-Detox-Ansätzen systematisch untersuchen.
Organisationsbeschreibung
Non-Profit-Initiative für Digital Detox und Resilienzförderung
Ausgangslage und gesellschaftlicher Kontext
In den letzten Jahren ist der Einfluss digitaler Medien auf die psychische Gesundheit, das Sozialverhalten und die kognitive Leistungsfähigkeit junger Menschen zu einem zentralen Forschungs- und Gesellschaftsthema geworden. Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie aktueller neuropsychologischer Untersuchungen belegen, dass übermäßige Bildschirmzeiten, permanente Erreichbarkeit und der Verlust analoger Erfahrungsräume mit einer Zunahme von Stresssymptomen, Konzentrationsstörungen und psychosozialer Vereinsamung korrelieren.
Vor diesem Hintergrund gewinnt das Konzept des Digital Detox – also die bewusste und zeitlich begrenzte Reduktion digitaler Mediennutzung – an wissenschaftlicher und praktischer Bedeutung.
Zielsetzung und Aufgaben der Organisation
Unsere Organisation versteht sich als gemeinnütziges Bindeglied zwischen Medizin, Prävention und erlebnisorientierter Bildung. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse aus Psychologie, Neurowissenschaft, Pädagogik und Public Health in erfahrungsbasierte Programme zu überführen, die junge Erwachsene und Jugendliche in der Entwicklung digitaler Resilienz unterstützen.
Wir schaffen hierfür analoge Erfahrungsräume, in denen Teilnehmende die Möglichkeit erhalten, Abstand von digitalen Endgeräten zu gewinnen, Selbstwirksamkeit zu erfahren und soziale, emotionale sowie körperliche Kompetenzen zu stärken.
Methodischer Ansatz und Tätigkeitsfelder
Unsere Arbeit basiert auf einem interdisziplinären Ansatz, der pädagogische, psychologische und sportwissenschaftliche Methoden integriert. Konkret umfasst unser Tätigkeitsprofil folgende Kernbereiche:
Erlebnisorientierte Digital-Detox-Programme
Segelreisen, Naturcamps und mehrtägige Wanderungen, bei denen Teilnehmende unter fachlicher Begleitung digitale Medien bewusst pausieren.
Fokus auf Teambildung, Achtsamkeit, Naturerfahrung und Stressregulation.
Präventions- und Bildungsarbeit
Entwicklung von Workshops, Vorträgen und Fortbildungsmodulen zu den Themen „digitale Selbstregulation“, „mentale Gesundheit“ und „digitale Balance“.
Kooperationen mit Schulen, Hochschulen und medizinisch-therapeutischen Einrichtungen.
Wissenschaftliche Fundierung und Evaluation
Zusammenarbeit mit Expert*innen aus Medizin, Psychologie und Gesundheitswissenschaft zur kontinuierlichen Evaluation der Programme.
Ziel ist die Messung positiver Effekte auf Wohlbefinden, Konzentration und psychische Stabilität.
Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising
Organisation von Benefizveranstaltungen, Spenden-Dinners und thematischen Galas zur Förderung gesellschaftlicher Sensibilisierung.
Aktive Akquise von Fördermitteln, EU-Geldern und privaten Spenden zur nachhaltigen Finanzierung der Angebote.
Gesellschaftlicher Mehrwert
Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Erkenntnis und praxisnaher Umsetzung leistet die Organisation einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsprävention, insbesondere im Bereich der digitalen Abhängigkeit und psychischen Belastung junger Generationen.
Unsere Programme fördern Selbstreflexion, soziale Kompetenz, Empathie und Naturverbundenheit – Schlüsselfaktoren für eine nachhaltige psychische Gesundheit in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft.
Vision und Ausblick
Langfristig strebt die Organisation an, ein europaweit anerkanntes Modell für digitale Entlastung und Präventionspädagogik zu etablieren.
Durch wissenschaftliche Begleitung, transnationale Kooperationen und die Integration medizinischer Expertise soll ein ganzheitlicher Ansatz entstehen, der über reine Freizeitgestaltung hinausgeht und als präventiv-therapeutisches Instrument im öffentlichen Gesundheitswesen verankert werden kann.
Über uns

Heiko Martinez
Founder
Als Business Developer arbeitet er an neuen Konzepten, Strategien und Partnerschaften, immer mit einem Blick für Chancen und nachhaltige Entwicklungen.
Seit 1992 ist er außerdem als Heilpraktiker tätig – mit einem ganzheitlichen Verständnis von Mensch und Natur. Dazu bringt er langjährige Erfahrung als Gastronomiekaufmann und Event Manager mit, unter anderem für Projekte des Bundesfamilienministeriums, der Kunstwerke Berlin, verschiedene Musikveranstaltungen und den Deutschen Pavillon der Expo.
Als Mediencoach verbindet er seine Leidenschaft für naturpädagogische Ansätze, bewusste Kommunikation, mentale Stärke und Digital Detox.
In seiner Freizeit zieht es ihn in die Natur als Segler, Abenteurer, Jäger und Survival-Experte.

Kirsten Jacobs
Vorstand
Ausgebildet in der Feldenkrais-Methode (akkreditiertes Training von 1993 bis 1997 bei Chava Shelhav), als Practitioner für Somatic Experiencing (bei Heike Gattnar, 2014) und als NARM-Therapeutin (Laurence Heller, 2022).
Seit 2015 ist sie Heilpraktikerin für Psychotherapie.
Sie liebt das Laufen und die Natur – beides ist für sie eine unerschöpfliche Quelle von Kraft und Glück. Besonders schätzt sie das Zusammenspiel von Anstrengung und Achtsamkeit, von Ziel und Offenheit, von Tun und Geschehen-Lassen, das sich während des Laufens einstellt. Dieses Miteinander prägt auch ihre Arbeit mit Menschen und ihre Haltung zum Leben insgesamt.

Pravin Kansal
CFO
Nach seinem Master in European Management an der ESCP Business School startete er seine Karriere bei McKinsey, wo er drei Jahre lang als Berater an internationalen Strategie- und Transformationsprojekten arbeitete. Anschließend wechselte er als Director zur Quantum Global Group und übernahm dort Verantwortung für internationale Investments und Transaktionen. Danach folgte der Schritt zum Partner bei Jomon Investment Management, bevor er schließlich zu SEA Global Kapitalpartners AG in der Schweiz wechselte, wo er bis heute als Partner tätig ist und Investment- sowie Corporate-Finance-Mandate leitet.
Unser Team
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Claus Tober
Vorstand
Direktor beim Istitute of Ecotechnics und Kapitän der Heraclitus.

Prof. Dr.
Enno Schneider
Architekt
Er ist spezialisiert auf die Konzeption innovativer hybrider Räume für Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die gezielt Digital-Detox-Pausen, bildschirmfreie Zonen und persönlichen Austausch fördern.

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